Trotz einiger guter Ansätze, SSD und ausreichend CPU-Leistung können wir uns mit Acers Multimedia-Neuling auf AMD-Basis nicht so recht anfreunden. Der Motor arbeitet nicht so effizient und zuverlässig wie bei der Intel-Konkurrenz, und vor allem der unterklassige TN-Bildschirm ohne jeden Bewegungsspielraum dürfte nur anspruchslosen Nutzern genügen.

Das neue Acer Aspire E5-553G-109A ist ein günstiges Multimedia-Notebook im 15-Zoll-Format, das zum Testzeitpunkt bereits vereinzelt für weniger als 700 Euro zu haben war, erfahrungsgemäß aber mittelfristig noch ein Stück günstiger werden dürfte. Acer setzt auf eine Kombination aus der ULV-Quadcore-APU AMD A12-9700P (2,5 – 3,4 GHz, TDP 15 W), 8 GB Hauptspeicher und der dedizierten Grafikkarte AMD Radeon R7 M440, die zusammen mit der in die APU integrierten Radeon R5 die Dual Graphics Radeon R8 M445DX (Crossfire) bildet. Als Massenspeicher dienen eine 128-GB-SSD sowie eine herkömmliche 1-TB-Festplatte. Das TN-Display hat eine Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixeln. Wer noch DVDs schaut und vielleicht auch brennen will, wird sich über das optische Laufwerk freuen.

Wie man hier sehen kann, gibt Acer selbst sich zu der Frage möglicher Varianten zugeknöpft, sodass wir einen großen Berliner Preisvergleich befragt haben. Der kennt neben dem Test-Modell noch zwei Ausstattungsversionen, die mehr als einen Preis haben: 15FM und T48C. Da die aufgeführten Spezifikationen erfahrungsgemäß nicht immer korrekt sind und hier etwas unplausibel wirken und wir derzeit keine andere Informationsquelle haben, können wir zu den Details und Preisen keine zuverlässigen Angaben machen. Es scheint Unterschiede bei Bildschirm, Hauptspeicher, Massenspeichern und Grafik zu geben, nicht jedoch bei Gehäuse und APU. Vorinstalliert ist stets Windows 10 Home.

Im Segment günstigerer Mutimedia-Notebooks gibt es reichlich Konkurrenz. Wir haben für unseren Test einige aktuelle Vergleichs-Laptops mit ähnlichen Eckdaten herausgesucht, die in derselben Preisregion rangieren wie das Testgerät. Ein passendes Gerät mit einem aktuellen Intel Core i3 haben wir leider nicht gefunden, was schade ist, weil die AMD-APU performancetechnisch genau mit dieser Reihe konkurriert. Die Kandidaten sind:Akku Lenovo IdeaPad S205 .
Metalleinsatz darf man in der Preisklasse des Testgerätes eigentlich kaum erwarten. So ist die mit einem feinen Brushed-Metal-Finish verzierte und für Fingerabdrücke empfängliche Oberseite der Base die einzige Oberfläche des komplett schwarzen und griffigen Acer E5-553G, die eher nach Aluminium als nach Kunststoff aussieht. Die etwas hellere und somit schon fast graue Deckelrückseite nimmt kaum Fingerabdrücke an und ist mit einer Art feinem Textil-Muster versehen. Darüber hinaus werden kaum optische Akzente gesetzt, das Testgerät präsentiert sich insgesamt eher schlicht und maskulin.

Mit einigem Kraftaufwand lässt die Base sich ein Stück weit verwinden und knistert dabei sehr dezent, der Deckel ist hingegen recht weich bzw. flexibel und überhaupt nicht druckresistent. Die allenfalls minimalen Unregelmäßigkeiten bei der Verarbeitung muss man mit der Lupe suchen. Alles in allem bietet das solide Gehäuse vor allem einen Anlass zur Klage: Die Scharniere ermöglichen trotz des nicht gerade geringen Gewichts der Base kein einhändiges Öffnen, schwingen dafür bei ruckartigen Bewegungen aber auch nur mäßig und kurz nach.

Vom Gewicht her nehmen sich die Laptops im Test nicht viel. So bringt das Lenovo Ideapad 510 als leichtestes Gerät nur rund 200 Gramm weniger auf die Waage als die beiden Acer-Geräte, die auf ca. 2,4 kg kommen. Das meiste Volumen beansprucht das relativ tiefe Medion Akoya (2,3 kg), am kompaktesten und dünnsten präsentiert sich das Ideapad.

Wenn man von den in dieser Preisklasse kaum zu erwartenden Ports Thunderbolt und DisplayPort absieht, kann man sich über die Anschlussvielfalt nicht beklagen. So sind immerhin drei Super-Speed-fähige USB-Ports zu finden, einer davon ist sogar als USB Typ C ausgeführt. Für den stationären Einsatz steht Gigabit-Ethernet zur Verfügung, und auch altertümliche Anzeigegeräte finden über VGA noch Anschluss. Der USB-Port rechts arbeitet noch nach 2.0-Standard, was den Nutzern egal sein kann, die dort ihre externe Maus anschließen.

Tadel verdient die unergonomische Positionierung der Ports, die fast alle an den vorderen Seiten gelandet sind, wo eingesteckte Kabel und Sticks bei der Benutzung im Wege sind. Bei Belegung beider USB-3.0-Steckplätze könnte es eng werden. Akku Lenovo G570 .

Nur zur Einordnung: Zahlreiche Notebooks in unserer Datenbank schaffen beim Einlesen typischer JPG-Dateien von unserer Referenz-Speicherkarte Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II durchschnittliche Transferraten von gut 100 bis zu exorbitanten 213 MB/s. Der Gesamtdurchschnitt liegt bei 63 MB/s. Vor diesem Hintergrund kann man dem SD-Card-Leser eine besonders für die Preisklasse des Laptops ordentliche, insgesamt aber leicht unterdurchschnittliche Performance bescheinigen. Nicht weit zurück liegt das Acer Aspire E5-575G, während die Cardreader der anderen beiden Kandidaten den Nutzer mit USB-2.0-Niveau ausbremsen.

Außer über Gigabit-LAN kommt man natürlich auch drahtlos ins Internet. Die Aufgabe übernimmt der Qualcomm Atheros QCA9377 Wireless Network Adapter (MIMO 1×1), dessen theoretischer Durchsatz im unterstützten 5-GHz-Standard 802.11ac bei 433 MBit/s liegt und der Bluetooth 4.1 integriert. Auf Intel-Spezialitäten wie Wireless Display muss der Nutzer verzichten. Im Zusammenspiel mit unserem Referenzrouter Linksys EA8500 konnten unter Berücksichtigung des Overheads beim Empfangen 333 und beim Senden 346 MBit/s erreicht werden. Das ist im Vergleich etwa zu vielen MIMO-2×2-Modulen zwar nicht schnell, geht für die Ein-Antennen-Konstruktion aber in Ordnung.
Käufer günstiger Notebooks brauchen sich nicht zu grämen, denn mehr als das obligatorische Netzteil sowie Einrichtungs- und Garantiehinweise findet sich auch in den Kartons von 2.000-Euro-Geräten nur selten. Speziell für das E5-553G entworfenes Zubehör hat Acer nicht im Programm.

Der Akku kann leider nicht von außen entnommen werden, dafür erleichtert eine große, mit drei herkömmlichen Kreuzschrauben gesicherte Wartungsklappe den Zugang zu SSD, HDD und den beiden Speicherbänken, nicht aber zum WLAN-Modul oder Lüfter.

Acer gewährt für das E5-553G eine 24-monatige Herstellergarantie (Pick-up and Return). Einige Shops bieten beim Kauf die Möglichkeit, die Garantie zu erweitern, Acer selbst hat Derartiges nicht im Programm.

Während der Hauptteil des leicht versenkten Keyboards nur wenige Millimeter schmaler ausfällt als bei einer Standard-Desktop-Tastatur, schränkt der in der Relation deutlich stärker verkleinerte Nummernblock die Nutzung zumindest bei Käufern mit größeren Händen deutlich ein. Viele Überraschungen hält das Layout nicht bereit. Acer-typisch sind Helligkeit und Lautstärke als Zweitbelegungen auf den teilweise halbierten Cursortasten unter der rechten Shift-Taste gelandet, außerdem wurde der On/Off-Button oben rechts in den Nummernblock integriert. Akku Lenovo 3000 N500 .

Haptisch macht die Konstruktion eine gute Figur. Die Standardtasten (Buchstaben, Zahlen, Satzzeichen) sind leicht konkav und weisen ebenso wie die übrigen, flachen Tasten eine angeraute Oberfläche auf. Tastengrößen und -abstände stehen schnellen 10-Finger-Akrobaten nicht im Wege. Zu Beginn des kurzen Hubwegs verspürt man einen deutlichen Druckpunkt, am Ende zumindest bei den konkaven Tasten einen eher weichen Anschlag. Wie so oft sind es nur die großen Keys wie Space, die deutlich klappern und so von Schreibarbeiten in lärmsensiblen Umgebungen abraten. Über ein Durchbiegen des insgesamt soliden und ordentlichen Keyboards braucht man sich keine Gedanken zu machen.