BlackBerry liefert mit dem DTEK60 ein gut ausgestattetes Android-Smartphone mit dem markentypischen Sicherheitsversprechen. Reicht das, um den Untergang der Marke abzuwenden?

Smartphones von BlackBerry gibt es nicht mehr. Was soll das denn jetzt? Wir testen doch gerade eines. Stimmt, aber das DTEK60, das neue Flaggschiff von BlackBerry, wurde nicht mehr von den Kanadiern entwickelt, dort hat man die Hardwaredesign-Abteilung geschlossen. Stattdessen arbeitet man nun mit Alcatel zusammen: Die Franzosen entwickeln die Geräte, BlackBerry liefert die Software und verkauft die Geräte dann unter seinem Namen.

Das DTEK60 sieht dann auch anders aus als bisherige BlackBerry-Modelle, vor allem das Lautsprecherdesign macht dieses Smartphone auf den ersten Blick zu etwas Besonderem. BlackBerry setzt weiterhin nur noch auf Android-Smartphones, als Clou sollen diese aber besonders sicher sein und damit vor allem für Unternehmen interessant. Dazu verspricht BlackBerry auch superschnelle Sicherheitsupdates für Android, bisher gibt es aber scheinbar noch Anlaufschwierigkeiten. Akku Dell Inspiron N7010 .

Den etwas kleineren, schwächer ausgestatteten und auch günstigeren Bruder, das DTEK50, haben wir schon getestet. Er zeigte sich als solides Mittelklassetelefon mit vielen Sicherheitsfeatures, die aber auch zu Inkompatibilitäten führten. Wie es beim DTEK60 aussieht, das überprüfen wir im Test.

Um die 579 Euro kostet unser Testgerät im Handel. So teuer wie ein iPhone 7 Plus ist es damit nicht, aber vielleicht kann es dennoch eine ähnliche Leistung bieten? Das OnePlus 3 ist ebenfalls ein interessanter Konkurrent: günstiger und dennoch edel. Huawei P9 Plus und Samsung Galaxy S7 Edge nehmen wir als Vergleichsgeräte auf, das extrem teure Google Pixel XL ebenfalls.
Das BlackBerry DTEK 60 sieht durchaus schick aus und liegt mit seinen 165 Gramm wertig, aber nicht zu schwer in der Hand. In der Klasse der 5,5-Zoll-Geräte liegt es im Mittelfeld, was Abmessungen und Gewicht angeht. Das Design ist sehr symmetrisch, Vorder- und Rückseite sind mit Glas überzogen. Dazwischen findet sich ein Metallrahmen, der oben und unten am Smartphone etwas übersteht. Dort ist jeweils ein Lautsprecher platziert, der nach vorne und hinten abstrahlt. Das Design ist außergewöhnlich und schick, und da die Kanten abgerundet sind, liegt das BlackBerry DTEK60 auch gut in der Hand.

Das Gehäuse ist sehr hochwertig verarbeitet, es gibt bei starkem Druck zwar nach, auf dem Bildschirm wird Druck aber nicht sichtbar. Gediegenes Schwarz mit dunkelgrauen Metallapplikationen ist die einzige Farbvariante des Smartphones. Akku Dell Inspiron 17R .
Eine USB-C-Schnittstelle ist die physische Verbindung zwischen dem BlackBerry DTEK60 und der Außenwelt. Leider unterstützt die Schnittstelle nur USB-2.0-Geschwindigkeit, dafür lassen sich externe Datenträger anschließen (USB-OTG). 4 GByte Arbeitsspeicher sind in der Klasse üblich, 32 GByte Massenspeicher sind ebenfalls eine Selbstverständlichkeit in dieser Preisregion. Praktischerweise kann man diesen auch noch per microSD-Karte erweitern. BlackBerry lässt allerdings, vielleicht aus Sicherheitserwägungen, nicht zu, dass man Apps auf die microSD-Karte auslagert. Allerdings lassen sich microSD-Karten so formatieren, dass sie als interner Speicher eingebunden werden können. Praktisch: Ist eine Speicherkarte im exFAT-Dateisystem formatiert, so lädt das Smartphone automatisch den entsprechenden Treiber herunter.
BlackBerry setzt auf Android 6.0, also nicht die aktuellste Version von Googles Betriebssystem. Die Sicherheitspatches waren bei unserem Testgerät circa einen Monat alt. Der kanadische Hersteller war ja lange Zeit ein Brett im Bereich der Business-Smartphones, deshalb spielt die Sicherheit eine wesentliche Rolle bei den BlackBerry-Geräten. Bei den neuen DTEK-Geräten wurde dieser Aspekt noch einmal hervorgehoben und durch die namensgebende App “DTEK” umgesetzt, die im Wesentlichen die in Android bereits vorhandenen Sicherheitsfeatures bündelt und für den Nutzer übersichtlich verfügbar macht.

Probleme gehen damit aber auch einher: einerseits ein kleiner Leistungsverlust, der wohl mit dem dauerhaften Systemscan der App zu tun hat und andererseits die Inkompatibilität von einigen Apps, die tiefer ins System eingreifen, beispielsweise einige Benchmarks. Da ihnen Zugriffsrechte verweigert werden, starten sie nicht oder stürzen ab. Wenn man es positiv sieht, macht “DTEK” seine Arbeit also offenbar recht gründlich. Daneben gibt es im System noch weitere Sicherheitsmechanismen wie eine Verschlüsselung der Daten oder die Überprüfung von System und Bootloader beim Startvorgang. Genaueres erfahren Sie beim Test des BlackBerry DTEK50.

Dort ist auch zu lesen, dass BlackBerry über eine flotte Update-Politik die Sicherheit seiner Geräte steigern will. Das gelingt aber bisweilen eher mittelmäßig, beim DTEK60 aber bisher zumindest zuverlässiger als beim DTEK50. Akku Dell Inspiron N5010 .

BlackBerry installiert auch noch allerhand Produktivitäts-Apps wie einen Aufgabenmanager, einen Kalender, den eigenen Messenger und den BlackBerry Hub, über den sich E-Mails und Benachrichtigungen von einigen Messenger-Apps, Telefonanrufe und SMS bündeln lassen.