Das CX72 stellt ein 17,3-Zoll-Notebook für den heimischen Schreibtisch dar. Es kann mit niedrigem Betriebsgeräusch, geringer Erwärmung und einem kräftigen Kaby-Lake-Prozessor punkten. Verbesserungsbedarf besteht beim Display.
MSI liefert mit dem CX72-7QLi581 einen Allrounder im 17,3-Zoll-Format. Die Firma kombiniert einen Kaby-Lake-Prozessor mit einem GeForce-940MX-Grafikkern. Das hier verwendete Gehäuse ist quasi ein alter Bekannter und wurde von MSI schon häufig eingesetzt – beispielsweise beim MSI GE72 6QF Apache Pro, beim MSI GP72 2QE Leopard Pro und beim MSI PE70-2QEi581. Zu den Konkurrenten des Rechners zählen Geräte wie das Acer Aspire E5-774G, das Lenovo IdeaPad 300-17ISK, das Asus F756UX.

Da das CX72 baugleich mit vielen anderen MSI Notebooks ist, gehen wir nicht weiter auf das Gehäuse, die Ausstattung, die Eingabegeräte und die Lautsprecher ein. Entsprechende Informationen können den Testberichten des MSI GE72 6QF Apache Pro, des MSI GP72 2QE Leopard Pro und des MSI PE70-2QEi581 entnommen werden.
Das matte 17,3-Zoll-Display des CX72 arbeitet mit einer nativen Auflösung von 1.600 x 900 Bildpunkten. Sowohl die Helligkeit (262,2 cd/m²) als insbesondere auch der Kontrast (273:1) fallen viel zu niedrig aus. Darüber hinaus zeigt der Bildschirm bei Helligkeitsstufen von 50 Prozent und darunter PWM-Flimmern mit einer Frequenz von 50 Hz. Das kann auch bei unempfindlichen Personen zu Kopfschmerzen und/oder Augenproblemen führen.
Im Auslieferungszustand zeigt der Bildschirm eine DeltaE-2000-Farbabweichung von 11,26. Der Zielbereich (DeltaE kleiner 3) liegt weit entfernt. Zudem leidet das Display unter einem Blaustich. Akku Dell Precision M4700 .
MSI stattet den Rechner mit einem blickwinkelinstabilen TN-Panel aus. Somit kann der Bildschirm nicht aus jeder Position heraus abgelesen werden. Die geringe Displayhelligkeit und der niedrige Kontrast erlauben den Einsatz im Freien allenfalls bei Bewölkung oder in schattigen Umgebungen.
MSI liefert mit dem CX72-7QLi581 einen Allrounder im 17,3-Zoll-Format. Er bietet genügend Rechenleistung für alle gängigen Anwendungsbereiche und kann Spiele darstellen. Für unser Testgerät müssen etwa 750 Euro auf den Tisch gelegt werden. Andere Ausstattungsvarianten konnten wir nicht ausfindig machen.

MSI stattet das CX72 mit dem Zweikernprozessor Intel Core i5-7200U (Kaby Lake) aus. Die CPU gehört der Mittelklasse an und bietet genügend Rechenleistung für alle gängigen Anwendungsbereiche. Es handelt sich hierbei um ein sparsames ULV-Modell (TDP: 15 Watt). Der Prozessor arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 2,5 GHz. Mittels Turbo ist eine Steigerung auf bis zu 3,1 GHz (beide Kerne) möglich. Die volle Rechenleistung steht im Netz- und im Akkubetrieb zur Verfügung.
Das System arbeitet rund und flüssig. Problemen sind wir nicht begegnet. Die Resultate in den PC Mark Benchmarks fallen sehr gut aus. Die Gesamtleistung kann noch gesteigert werden. So kann dem Rechner eine M.2-SSD spendiert und als Systemlaufwerk genutzt werden. Zudem bietet sich der Einbau eines zweiten Arbeitsspeichermoduls an.

Als Systemlaufwerk dient eine herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatte der Firma Western Digital. Diese arbeitet mit 5.400 Umdrehungen pro Minute und bietet eine Speicherkapazität von 1 TB. Die Transferraten der HDD bewegen sich auf einer normalen Höhe für 5.400er-Modelle. Das Notebook hat noch einen freien M.2-Steckplatz (2280) zu bieten, der mit einer entsprechenden SSD belegt werden kann.

Passend zur Mittelklasse-CPU steckt mit dem GeForce 940MX Grafikkern eine dedizierte GPU der Mittelklasse im CX72. Diese unterstützt DirectX 12 und kann auf 2.048 MB DDR3-Grafikspeicher zurückgreifen. Die Maximalgeschwindigkeit der GPU liegt bei 1.242 MHz. Das in unserem Testgerät verbaute Modell erreicht aber nur eine Maximalgeschwindigkeit von 1.176 MHz. Hier wird MSI die niedrigere Geschwindigkeit ab Werk festgelegt haben. Die gleiche Geschwindigkeit erreicht die GeForce 940M GPU. Somit unterscheiden sich die 3D-Mark-Resultate beider GPUs nicht. Akku Dell Precision M6400 .

Neben der DDR3-Variante des 940MX-Grafikkerns existiert auch ein GDDR5-Modell. Letzteres bietet dank des schnelleren Grafikspeichers deutlich mehr Leistung als das hier verbaute Modell. Wer mehr darüber erfahren möchte, möge unseren Testbericht zum entsprechend ausgestatteten Aspire E5-774G lesen.

Das CX72 bringt viele Spiele in HD-Auflösung (1.366 x 768 Bildpunkte) und mit mittleren Qualitätseinstellungen flüssig auf den Bildschirm. Spiele, die keine hohen Hardware-Anforderungen stellen bzw. die schon einige Jahre auf dem Markt sind, erlauben mehr. Für leistungshungrige Kracher wie Dishonored 2 oder Mafia 3 ist die hier verbaute Hardware zu schwach.
Sonderlich viel Lärm erzeugt das CX72 nicht. Im Leerlauf steht der Lüfter oftmals still. Zu hören ist dann nur das Rauschen der Festplatte. Allerdings muss man schon sehr genau hinhören, um die HDD wahrzunehmen. Auch unter Last ist nicht viel von dem Rechner zu hören. Während des Stresstests messen wir einen Schalldruckpegel von 34,2 dB.
Unseren Stresstest (Prime95 und Furmark laufen für mindestens eine Stunde) durchläuft das CX72 im Netz- und im Akkubetrieb auf die gleichen Weisen: Der Prozessor arbeitet mit 2,6 bis 2,7 GHz; der Grafikkern geht mit 1.176 MHz zu Werke. Die Erwärmung des Rechners hält sich stark in Grenzen. Während des Stresstests wird lediglich an einem Messpunkt knapp die 40-Grad-Celsius-Marke überschritten.
Auffälligkeiten bezüglich des Energiebedarfs gibt es nicht. Im Leerlauf messen wir eine maximale Energieaufnahme von 11,6 Watt – der Wert geht in Ordnung. Während des Stresstests steigt der Wert auf 61 Watt. Auch hierbei handelt es sich um einen normalen Wert für die verbaute Hardware-Plattform. Die Nennleistung des Netzteils beträgt 65 Watt. Akku Dell Precision M4600 .
Unser praxisnaher WLAN-Test simuliert die Auslastung beim Aufruf von Webseiten. Das Profil “Ausbalanciert” ist aktiv, die Energiesparfunktionen des Notebooks sind deaktiviert, und die Displayhelligkeit wird auf etwa 150 cd/m² geregelt. Das CX72 erreicht eine Laufzeit von 4:38 h.
MSI liefert mit dem CX72-7QLi581 ein Notebook für den heimischen Schreibtisch. Es bietet genügend Rechenleistung für alle gängigen Anwendungsszenarien und ermöglicht die Nutzung vieler Spiele. Dabei arbeitet der Rechner immer leise und erwärmt sich kaum. An Speicherplatz wird es dank der 1-TB-fassenden Festplatte so schnell nicht mangeln. Das Notebook kann um eine Solid State Disk im M.2-Format (2280) erweitert werden. Dazu müsste die Unterschale des Rechners demontiert werden. Die verbaute Tastatur erfüllt die Anforderungen an den Heimgebrauch. Die Akkulaufzeiten gehen in Ordnung. Der matte HD+-Bildschirm bietet nur eine durchschnittliche Helligkeit und einen zu geringen Kontrast.