599 Euro müssen für den neuen Allrounder von Aldi/Medion auf den Tisch gelegt werden. Dafür gibt es ein spielefähiges Notebook samt SSD, HDD, IPS-Bildschirm und einer dreijährigen Garantie. Schwächen offenbart das Akoya bei den Akkulaufzeiten.
Ab dem 27.10.2016 hat Aldi Nord (Aldi Süd: 05.11.2016) mit dem Akoya P6670 einen 15,6-Zoll-Allrounder im Sortiment, der mit einem guten Ausstattungsniveau auf sich aufmerksam macht. Ob der Rechner insgesamt überzeugen kann, verrät unser Testbericht. Zu den Konkurrenten zählen Laptops wie das Acer Aspire E5-575G, das Asus Vivobook X556, das HP Pavilion 15.
Die gute Ausstattung des Rechners und das Preisniveau verraten schon, dass das Budget kein Aluminium-Gehäuse hergibt. Medion setzt beim Akoya auf ein schwarzes Kunststoffgehäuse. Die Deckelrückseite und die Oberseite der Baseunit sind zusätzlich mit einem Muster (graue Rauten) bedruckt. Die Verarbeitung ist dem Preisniveau des Rechners angemessen und bietet keinen Anlass für Kritik. Anders sieht es in Sachen Stabilität aus: Die Baseunit kann zu leicht verdreht werden. Der Akku ist extern angebracht und kann somit problemlos entnommen werden. Zudem hat das Akoya eine große Wartungsklappe zu bieten. Zur Öffnung der Wartungsklappe müssen 4 Schrauben entfernt werden. Unverständlicherweise werden zwei Schrauben von Gummipfropfen verdeckt, die erst herausgepult werden müssen.

Überraschungen auf Seiten der Schnittstellen hält der Medion Rechner nicht bereit. Zwei der vier Type-A-USB-Steckplätze arbeiten nach dem USB-3.0-Standard. Ein Type-C-USB-Anschluss ist nicht vorhanden. Der verbaute Speicherkartenleser lässt es langsam angehen. Beim Kopieren großer Datenblöcke wird eine maximale Transferrate von 27,3 MB/s erreicht. Die Übertragung von 250 jpg-Bilddateien (je rund 5 MB) wird mit einer Geschwindigkeit von 21,8 MB/s absolviert. Wir testen Speicherkartenleser mittels einer Referenzkarte (Toshiba Exceria Pro SDXC 64 GB UHS-II). Akku Toshiba PA5024U-1BRS .

Das verbaute WLAN-Modul trägt einen Chip der Firma Intel (3165). Neben den WLAN-Standards 802.11a/b/g/n unterstützt dieser auch den schnellen ac-Standard. Die von uns unter optimalen Bedingungen (keine weiteren WLAN-Geräte in der näheren Umgebung, geringer Abstand zwischen Notebook und Server-PC) ermittelten Übertragungsgeschwindigkeiten fallen gut aus.
Medion stattet das Akoya mit einer unbeleuchteten Chiclet-Tastatur aus. Die flachen, leicht angerauten Tasten verfügen über einen kurzen Hub und einen klaren Druckpunkt. Für unseren Geschmack dürfte der Anschlag knackiger ausfallen. Während des Tippens gibt die Tastatur in der Mitte etwas nach. Als störend hat sich das nicht erwiesen. Alles in allem erfüllt die Tastatur die Anforderungen, die an den Hausgebrauch gestellt werden. Vielschreiber sollten zu einem anderen Modell greifen. Das multitouchfähige Clickpad des Akoya nimmt eine Fläche von etwa 10,5 x 6,4 cm in Anspruch. Somit steht viel Platz zur Nutzung der Gestensteuerung bereit. Die glatte Oberfläche des Pads behindert die Finger nicht beim Gleiten. Das Pad verfügt über einen kurzen Hub und einen deutlichen Druckpunkt.
Das matte 15,6-Zoll-Display des Akoya arbeitet mit einer nativen Auflösung von 1.920 x 1.080 Bildpunkten. Das Display liefert einen ordentlichen Helligkeitswert (269,3 cd/m²). Der Kontrast (442:1) fällt gering aus. Der Bildschirm zeigt bei der geringsten Helligkeitsstufe PWM-Flimmern mit einer Frequenz von 50 Hz. Das könnte bei unempfindlichen Personen zu Kopfschmerzen und/oder Augenproblemen führen. Wer betreibt sein Notebook jedoch bei geringster Helligkeit? Daher Entwarnung für diesen Punkt.
Im Auslieferungszustand zeigt der Bildschirm eine DeltaE-2000-Abweichung von 5,42. Der Zielbereich liegt nicht allzu weit entfernt. Unter einem Blaustich leidet das Display nicht.
Medion stattet das Akoya mit einem blickwinkelstabilen IPS-Panel aus. Somit ist der Bildschirm aus jeder Position heraus ablesbar. Im Freien kann das Akoya nur genutzt werden, wenn die Sonne nicht allzu hell strahlt.
Aldi und Medion bieten mit dem Akoya P6670 einen Allrounder im 15,6-Zoll-Format. Der Rechner bietet genügend Rechenleistung für alle gängigen Anwendungsbereiche und kann Spiele flüssig darstellen. Der Rechner ist für 599 Euro bei Aldi Nord (27.10.2016) und Aldi Süd (05.11.2016) zu bekommen. Akku Toshiba PA3534U-1BRS .

Das Akoya ist mit Intels Core i5-6200U (Skylake) Zweikernprozessor bestückt. Hierbei handelt es sich um eine Mittelklasse-CPU, deren Leistungsfähigkeit den Ansprüchen der allermeisten Nutzer mehr als genügen sollte. Der Prozessor zählt zu den sparsamen ULV-Modellen (TDP: 15 Watt). Er arbeitet mit einer Basisgeschwindigkeit von 2,3 GHz. Mittels Turbo ist eine Steigerung auf 2,7 GHz (beide Kerne) bzw. 2,8 GHz (nur ein Kern) möglich. Der Turbo kommt im Netz- und im Akkubetrieb zum Einsatz.
Das System arbeitet rund und flüssig. Problemen sind wir nicht begegnet. Die Resultate in den PC Mark Benchmarks fallen sehr gut aus. Eine Steigerung der Systemleistung wäre allenfalls in geringem Maße möglich. So könnte die SSD durch ein schnelleres Modell ersetzt werden und die Arbeitsspeichermenge vergrößert werden. Allerdings wären diese Maßnahmen im Alltag praktisch nicht spürbar.
Als Systemlaufwerk dient eine Solid State Disk der Firma Phison. Es handelt sich um ein Modell im M.2-Format (2280). Die SSD bietet eine Gesamtkapazität von 128 GB. Davon sind etwa 90 GB nutzbar. Der restliche Speicherplatz wird von der Windows Installation in Beschlag genommen. Neben der SSD ist auch eine herkömmliche 2,5-Zoll-Festplatte (1 TB, 5.400 rpm) in das Akoya eingezogen. Beide Laufwerke könnten dank der Wartungsklappe des Medion Rechners problemlos getauscht werden. Aber Achtung: Auf der 2,5-Zoll-Festplatte befindet sich die Recovery Partition des Laptops.

Da es sich beim Akoya um einen Allrounder für zu Hause handelt, findet sich nicht nur eine integrierte GPU in dem Rechner. Zusätzlich ist ein dedizierter Grafikkern von Nvidia an Bord: Die GeForce 940MX GPU. Ihr stehen 2.048 MB DDR3-Speicher zu Seite. GeForce 940MX und GeForce 940M unterscheiden sich praktisch nicht. Der 940MX Kern arbeitet lediglich mit etwas höherer Maximalgeschwindigkeit (1.242 MHz vs. 1.176 MHz). Somit bestehen zwischen beiden GPUs quasi keine Leistungsunterschiede. Der im Akoya verbaute GeForce Grafikkern erreicht die Geschwindigkeit von 1.242 MHZ nicht. Die maximale von uns gemessene Geschwindigkeit beträgt 1.189 MHz. Vermutlich hat Medion die maximale Turbogeschwindigkeit ab Werk etwas niedriger angesetzt. Akku Toshiba PA3588U-1BRS .

Die größte Neuerung des 940MX Grafikkerns stellt die Möglichkeit dar, diesen mit GDDR5-Speicher zu paaren (das gilt auch für GeForce 920MX und GeForce 930MX). Entsprechend ausgestattete Notebooks verbuchen einen Leistungsvorsprung von 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Akoya. In unserer Datenbank finden sich Testresultate solcher Notebooks. Von der GDDR5-Version des GeForce 940MX Grafikkerns existieren zwei unterschiedliche Versionen. Wer sich diesbezüglich näher informieren möchte, sollte einen Blick auf unseren Testbericht zum Acer Aspire E5-774G werfen.